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Audhu bil'Lahi mina ash-= shaytani rajim

Bismillahi= ar-Rahmani ar-Rahi= m

 

Nächstenliebe aus muslimischer Sicht

"Das Wesen der Liebe ist wohl die Selbstlosigk= eit"

 

 

Seit nun mehr als 20 Jahren im interreligiösen Dialog und Disput engagiert,= ist es heute umso mehr meine tiefe Überzeugung, dass, an diesem Gesprä= ;ch beteiligte Personen –  w= ollen sie einander nicht in einem schwindelerregenden Reigen gegenseitiger Vereinnahmung, Patronisierens und letztlichem Unverständnis für d= as gerechte Wollen des Anderen erschöpfen – sich zuerst über d= ie Bedeutung der im Dialog gebräuchlichen Begriffe einigen müssen. Dabei, das sollte klar sein, ist es aber gar nicht erforderlich, in Bezug a= uf einen bestimmten Begriff eine übereinstimmende Vorstellung zu haben, sondern wesentlich ist es zu wissen, was der Partner darunter versteht.

 

Wenn Muslime sich Gedanken über ein bestimmtes Thema machen, dann ist, soll= te oder zumindest kann ihre Herangehensweise im allgemeinen sein, dass sie NIC= HT selbst über die Thematik nachzudenken beginnen, sondern sich zuallerer= st an die Quelle ihres religiösen Selbstverständnisses, den Qur'an, = die letzte Buchoffenbarung Gottes, für die Muslime, die Rechtleitung vom Allmächtigen wenden und sich kundig machen, was der Schöpfer von Allem zu einem bestimmten Thema, zu einem bestimmten Begriff zu sagen hat.

Aufgrund dieser Vorgaben, um nicht zu sagen "VORSCHRIFT", beginnen sie dann mit eigenem Verstand und Verständnis, sich der Thematik zu nähern= und diese von möglichst vielen Seiten her zu untersuchen. Um dann zu einem Schluss zu kommen, der von ihnen – so Gott es will – nicht abso= lut gesetzt wird, sondern als relative, menschliche, durchaus der Fehlbarkeit unterworfene Erkenntnis in die Wirklichkeit hineingetragen wird – um = aus jenen Antworten, die von und aus der umgebenden Wirklichkeit reflektiert werden, einen weiteren Schritt auf dem Weg persönlicher, erfahrener Wissenserweiterung zu gehen.

 

Dieser Überzeugung gerecht werdend, wenden wir uns nun dem Begriff des "= Nächsten" zu, wie er im Erhabenen Qur'an verwendet wird.

 

Auf der Suche nach dem Vorkommen dieses Begriffs, werden wir 6 x fündig (z= umindest mal in der deutschen Interpretation Muhammad Rassouls<= /span> von Gottes Wort) … und es scheint schöne Fügung zu sein, da= ss dieser Begriff an erster Stelle, in [3:68] auf den Propheten Abraham (a.s.) Bezug nimm= t.

 

 Wahrl= ich, die Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind jene, die ihm folgen, und dieser Prophet (Muhammad) und die Gläubigen. Und Allah ist= der Beschützer der Gläubigen.

 

Hier zeigt sich, dass das NAHESEIN (natürlich in spirituellem Sinne) sogar im SUPERLATIV sich nach der Nähe zu Abraham (a.s.) richtet.

Man beachte den Präsens in: sind = jene, die ihm folgen …

Die ganze Passage lässt die Aussage als korrekt erscheinen, dass die "Gemeinde der einander NAHEN&quo= t; besteht aus:

·         Abraham im Zentrum

·         jenen die IHM folgen

·         aus dem Propheten Muhammad und

·         jenen, die ihm folgen oder -
(von einer Minderheit) alternativ gelesen

·         aus ALLEN Gläubigen (diese Lesart ist deshalb zulässig, weil im Qur'an sowohl von Juden und Christen in der = Art gesprochen wird, dass auch unter ihnen "Gläubige" sind!

 

Eine alternative, ebenfalls mögliche Interpretation dieses Verses von Muham= mad ASAD, liest sich wie folgt – und auch dort wird – zwar in ander= em Zusammenhang, das Wort "NAHE<= /b>" gebraucht, was uns zu weiterer Erkenntnis führt – nämlich, = dass - ALLAH – Gott und die oben angesprochenen Personen und Gruppen eine, einander nahe seiende, einige Gemeinschaft bilden.

 

Siehe, die Leute welche den größten Anspruch auf Abraham haben, sind je= ne, die ihm folgen – wie dieser Prophet es tut und alle, die [an ihn] gla= uben – und Gott ist den Gläubigen nahe.

 

Der nächste Vers bezieht sich auf eine weitere Ebene des einander NAHESEINS:

 

Und die, welche hernach glauben und auswandern und (für Allahs Sache) an eurer Seite kämpfen werden - sie gehör= en zu euch; doch die Blutsverwandten stehen im Buche Allahs einander am all= ernächsten. Wahrlich, Allah weiß wohl alle Dinge. [8:75]

 

Dieses Konzept ist ein völlig natürliches – und allen Völkern= und Stämmen auf der Erde bekannt.

Doch für Muhammad ASAD (von manchen als "Europas Geschenk an den Islam" bezeichnet) ist diese traditionelle Interpretation, Übersetzung (wenn sie auch eine sprachlich völlig= zulässige ist – und erst recht, wenn man bedenkt, dass dieser Vers in einem Zusammenhang offenbart wurde, der sich mit der Erbschaftsberechtigung befas= st) nicht ganz überzeugend und er übersetzt den gleichen Vers mit:

 

8: 75

Und jene, die von nun an = zum Glauben gelangen,[1] und sich dem Reich des Bösen versagen und sich gemeinsam mit euch hart= [in der Sache Gottes] anstrengen – [auch] diese gehören zu euch;[2] und jene, welche [derart] mit einander verbunden sind, haben den höchsten gegenseitigen Anspruch in [Übereinstimmung mit] Gottes Beschluss.[3]=

 <= /i>

In diesem Zusammenhang sei die verwandtschaftliche Nähe allerdings noch in einem weiteren Zusammenhang beleuchtet:

 

O ihr, die ihr glaubt, seid auf der Hut bei der Wahrnehmung der Gerechtigkeit und seid Zeugen für Allah, auch d= ann, wenn es gegen euch selbst oder gegen Eltern und Verwandte geht. Ob der eine reich oder arm ist, so ist Allah beiden näher; darum folgt nicht der <= u>persönlichen Neigung, auf dass ihr gerecht handeln könnt. [4: 13= 5]

 

[1] Auch wenn der Ausdruck alladhina amanu (wörtl., "jene, welche zum Glauben gelangt sind") im Imperfekt steht, zeig= en die Worte min = ba'd ("nachher" oder "von jetzt an") in Hinblick auf die Zei= t, in welcher der Vers offenbart wurde, das Futur an; daher muss der ganze Sat= z, der mit alladh= ina amanu beginnt, als auf die Zukunft verweisend verstanden werden (Manar X, 134f.; siehe auch = Razis Kommentar zu diesem Vers).

2 D.h., auch sie sollen zur Bruderschaft des Islams gehören= , in welcher der gemeinsame Glaube das maßgebliche Band zwischen Gläubigem und Gläubigem darstellt.

3 Die klassischen Kommentatoren sind der Meinung, dass der letzte Ausdruck sich auf tatsächliche familiäre Blutsbande bezieht, im Gegensatz zur spirituellen Bruderschaft, die auf der Gemeinschaft im Glauben gründet. Gemäß diesen Kommentatoren beendete obiger Satz die Gepflogenheit unter den frühen Muslimen, dass die ansar ("die Helfer&quo= t; – d.h., die neu in den Islam eingetretenen Muslime von Medina) individuelle, symbolische Bande der Bruderschaft mit den muhajirun ("den Emigranten") hatten, die fast ohne Ausnahme völlig mittellos in Medina eingetroffen waren: Bande einer Bruderschaft, die jedem muhajir einen bestimmten Anteil am Vermögen seines "Bruders" unter d= en ansar zu&= shy;sprach, und im Falle dessen Todes, einen Anteil an dessen Erbschaft. Es wird gesagt, dass obiger Vers solche Übereinkünfte verbot und festlegte, dass = nur mehr wirkliche Blutsverwandte einen Anspruch auf Erbschaft haben. Meiner Meinung nach ist diese Interpretation nicht überzeugend. Auch wenn der Ausdruck ulu 'l-arham<= /i> vom Wort rahim= abgeleitet ist (auch rihm oder rahim= geschrieben), welches "Gebärmutter" bedeutet, sollte nicht vergessen werden, dass es auch als Umschreibung ganz allgemein für "Ver­wandtschaf= t", "Blutsverwandtschaft" oder "sehr enge Verwandtschaft" (nicht nur für Blutverwandtschaft) gebraucht wird. Somit bedeutet ulu 'l-arham<= /i> in der klassischen Sprache jede Beziehung: und juristisch jede Beziehung, aus welcher sich kein Anspruch [von= dem Teil der Erbschaft, welcher fara'id genannt wird] ableitet (Lane III, 1056, wo unter anderen Quellen, Taj al-'Arus<= /i> zitiert wird). In vorliegendem Fall kommt der Verweis auf "nahe Verwandtschaft" am Ende eines Abschnitts, der auf das Gebot fokus­= siert, dass die Gläubigen "einander Freund und Beschützer (awliya)&q= uot; sein sollen, und dass alle Gläubigen als gleichberechtigte Mitlieder der islamischen Bruderschaft zu erachten si= nd. Wenn der Verweis auf "enge Verwandtschaft" wörtlich und in B= ezug auf Erbschafts­gesetze hätte verstanden werden sollen, stünde dies mit dem Rest des Abschnitts nicht besonders= in Einklang, welcher die Bande des Glaubens unter den wahrhaft Gläubigen,= wie auch die sich daraus ergebenden moralischen Verpflichtungen hervorhebt.

Daher hat meiner Meinung na= ch obiger Vers keinen Bezug auf Erbschaftsgesetze, son­dern stellt sozusag= en die Lektion aus den vorherigen Versen dar: Alle wahrhaft Gläubigen all= er Zeiten formen eine einzige Gemeinschaft im tiefsten Sinne dieses Wortes; und alle, die spirituell derart eng miteinander verbunden sind, haben gemäß dem Beschluss Gottes den höchsten Anspruch aufeinander insofern, als dass "alle Gläubigen Brüder sind" (49:10)= .

 

 

Deutlicher kann der Hinweis nicht sein, dass verwandtschaftliche Nähe nicht stärker als die Nähe zur Gerechtigkeit sein darf. (Weitere Erwähnung von "näch= st" im Qur'an[4= ])

 

4 Es kommt dem Propheten und den Gläubigen nicht = zu, für die Götzendiener um Verzeihung zu flehen, und wären es selbst ihre nächsten Verwandten, nachdem ihnen deutlich geworden ist, dass jene Bewohner der Dschahim sind. [9:1= 13]

Jene, die= sie anrufen, suchen selbst die Nähe ihres Herrn - (und wetteifern untereinander,) wer von ihnen (Ihm) am nächsten sei - und hoffen auf Sein Erbarmen und fürchten Seine Strafe. Wahrlich, die Strafe dein= es Herrn ist zu fürchten. [17:57]

Und warne= deine nächsten Verwandten [26:214]

Könn= test du nur sehen, wenn sie mit Furcht geschlagen sein werden! Dann wird es (für sie) kein Entrinnen geben; denn sie werden aus nächster Nähe erfasst werden. [34:51]

 

 

Im Qur'an werden die Verwandten um die 20 x erwähnt, meist im Zusammenhan= g, ihnen nicht das zustehende Erbe zu verweigern und sich ihnen gegenüber gütig zu erweisen.

Doch auch immer wieder im Zusammenhang, sie, trotz aller Nähe,  nicht über die Gerechtigkeit = und die Sache Gottes zu stellen![5= ]

 

5 und eure Verwandten und das Vermögen, das ihr eu= ch erworben habt, und der Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und die Wohn­stätten, die ihr liebt, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Kämpfen für Seine Sache, dann wartet, bis Allah= mit Seiner Entscheidung kommt; und Allah weist den Ungehorsamen nicht den Weg."[9:24]

 

Der nächste Vers gibt uns den Hinweis auf weitere Gruppen, welchen der Mus= lim sich nahe und verbunden zu fühlen hat:

 

Und dient Allah und setzt Ihm nichts zur Seite; und= seid gut zu den Eltern und zu den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem Nachbar, sei er verwandt oder aus der Fremde, … [4: 36]

 

im Besonderen will ich hier auf den Begriff Nachbar hinweisen – die Nachbarschaft im Islam bezieht sich ja nicht nur auf = den nächsten Nachbarn zur Linken oder Rechten, sondern sozusagen vielmehr auf das ganze Quartier – und zwar unabhängig davon, ob er Muslim ist oder nich= t![6= ]

Dies will ich auch gesagt haben, in Hinblick auf die von bestimmten, volksnahen politischen Parteien öffentlich verbreiteten Unterstellungen (Muslime wären angehalten, ihre Nachbarn zu töten!): zum Thema NACHBAR …. (siehe: www.gsiw.ch/offene-briefe/Fehr.pdf und  www.gsiw.ch/offene-briefe/Fehr2.pdf Seite 3)

 

6 [33:60] Wenn die Heuchler und diejenigen, in deren He= rzen Krankheit ist, und die, welche Gerüchte in der Stadt verbreiten, nicht (von ihrem Tun) ablassen, dann werden Wir dich sicher gegen sie anspornen, = dann werden sie nur noch für kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein.<= /b>

 

9: 123

O ihr, die ihr zum Glauben gelangt seid! Kämpft gegen jene Leugner der Wahrheit die euch nahe sin= d, und lasst sie euch unnachgiebig finden;[7] und wisset, dass G= ott mit jenen ist, die Seiner gedenken.

 

7 D.h., kompromisslos was ethische Prinzipien betrifft. = Was die allgemeinen Umstände anlangt, unter welchen Krieg erlaubt ist, sie= he 2:190-194, 22:39, 60:8-9, und die ent­sprechende Anmerkungen dazu, wie = auch die zweite und vierte Anmerkung zu Vers 5 dieser Sure. Der Hinweis auf "jene Leugner der Wahrheit, die euch nahe sind", mag von der Tats= ache herrühren, dass nur jene, "die nahe sind" einem in körp= erlichem Sinne gefährlich werden können, oder alternativ, dass – nac= hdem sie von ferne gekommen waren – sie bereits das muslimische Territoriu= m in aggressiver Absicht betreten haben.

 

Wenden wir uns nun dem Begriff "Liebe"[8= ] zu, wie dieser in seinen verschiedenen Abwandlungen im Qur'an al Karim vork= ommt:

 

8 Eine umfangreiche Zusammenste= llung findet sich unter http://www.gsiw.c= h/LIEB.htm

 

Ganz allgemein kann gesagt werden, dass der Qur'an den Menschen als ein Wesen ke= nnt, welcher das Irdische, das Materielle, Hab, Gut und Kinder oft mehr liebt, als es ihm gut tut.

 

Gott liebt unter den Menschen die Gutes Tuenden, die welche sich Seiner bewusst sind, die sich Ihm in Reue zuwenden und die sich rein halten, jene, die Rechtschaffenen, die im Unglück standhaft bleiben – und ganz aus= drücklich hat Gott den ABRAHAM (a.s.) in LIEBE erhöht (4:125)

 

Gott liebt nicht die eigensinnigen Leugner der Wahrheit, nicht die Übeltäter und nicht das Verderben, nicht jene, welche Anvertrautes veruntreuen und verraten, die Übertreter von Gottes Grenzen, nicht die Selbstgefälligen und Überheblichen

 

Gott spricht über Sich Selbst als "Quell de= r Liebe" (11:90) und allumfassend in (85: 14) Und Er a= llein ist wahrlich vergebend, [Er,] der alles in Seiner Liebe umfängt,

an anderer Stelle:

30:21

Gott erweckt Liebe und Zärtlichkeit zwi= schen euch (und Euren Ehepartnern)

und

19: 95

WAHRLICH, jene, welche zum Glauben gelangen und rechtschaffen handeln, wird der Allergnädigste mit Liebe beschenken.

 

Gott liebt die Gläubigen alle Zeit, doch nicht, ohne sie zu warnen:

 

5: 54

O ihr, die ihr zum Glauben gelangt seid! Wenn ihr j= emals euren Glauben aufgebt,[9= ] so wird Gott beizeiten ein Volk [an eurer Stelle] hervorbringen, welches Er liebt und das Ihn liebt – demütig gegenüber den Gläubigen und stolz gegenüber all jenen, welche die Wahrheit leugnen;

 

9 Wörtl., "w= er auch immer unter euch seinen Glauben aufgibt" - d.h., deshalb, weil er sein Vertrauen in Nichtmuslime setzt, die dem Islam feindlich gesinnt sind und d= ie er zu seinen "Verbündeten" und spirituellen Beratern gemacht hat.

 

 

Gott lässt den Propheten Muhammad (a.s.) in eindeutiger Weise sprechen:

 

9: 24

Sprich: "Wenn euch eure Väter und Sö= hne und eure Brüder und eure Ehepartner und euer Klan und die weltlichen Dinge, die ihr erworben habt und euer Geschäft, dessen Rückgang i= hr befürchtet, und eure Häuser, in welchen ihr euch vergnügt – [wenn euch all das] lieber ist als Gott und Sein Gesandter, = und das Bemühen in Seiner Sache, dann wartet bis Gott Seinen Willen kundtu= t;[1= 0] und [wisset:] Gott begnadet ein frevlerisches Volk = nicht mit Seiner Rechtleitung."

 

10 Oder: "Seinen Befehl [zur Erfüllung] bringt". Dies kann eine Anspielung auf den Tag des Gerichts sein oder- wahrscheinlicher – auf den unvermeidlichen Nieder= ­gang von Ge­mein­schaften, die kurzfristiges Eigeninteresse über sittliche Werte stellen. Im Beson­deren weist dieser Absatz die Neigung zurück, Verwandt­schaftsbande und nationale Zuge­hör­= igkeit (im Begriff "euer Klan" zum Ausdruck gebracht) als entscheidende Faktoren im Gemeinschaftsverhalten gelten zu lassen und lässt die Überzeugung ("für Gott und Sei­nen Gesandten und die Bemühung in Seiner Sache") als einzig gültige Grund­lage gelten, auf welcher das Leben eines Gläubigen – individuell und gesell­schaftlich – zu ruhen hat.

 

 

Zu den Muslimen spricht Gott in Bezug auf ihr Verhältnis zu den Nichtmuslimen:

 

3: 119

Seht! Ihr seid es, die [bereit sind] sie [zu] li= eben, doch sie werden euch nicht lieben, auch wenn ihr an alles der Offenbarung glaubt.[1= 1][1= 2]

 

11 D.h., einschließlich der Offenbarung der Bibel.

12 Heißt "lieben" = denn nicht auch – vielleicht vor allem anderen, den Anderen "in FRIEDEN zu lassen"?

 

und in Bezug auf Christen und Juden belehrt der Schöpfer allen Seins ü= ;ber Seinen Gesandten Muhammad (a.s.) die Muslime:

 

5: 18

Und [beide,] die Juden und Christen sagen, "Wi= r sind Gottes Kinder[13]= und Seine Lieblinge". Sprich: "War= um dann, lässt Er euch eurer Sünden wegen leiden? Nein, ihr seid nur Wesen Seiner Schöpfung. Er vergibt wem Er will, und lässt leiden,= wen Er will; denn Gottes ist die Herrschaft über die Himmel und die Erde u= nd all dessen, was dazwischen ist, und bei Ihm ist das Ende jeder Reise."=

 

13 V= gl. Exodus iv, 22-23 ("Israel ist Mein Sohn"), Jeremias xxxi, 9 ("Ich bin der Vater Israe= ls"), und die vielen ähnlichen Ausdrücke in den Evangelien.<= o:p>

 

 

Zur Nächstenliebe lässt = Allah Seinen Gesandten deutliche Worte sprechen:

 

42:23

Sprich: [O Prophet]: "Keinen anderen Lohn verl= ange ich für diese [Botschaft], als [dass ihr] euren Nächsten liebe= n *[sollt]." Denn, wenn jemand [den Verdienst] einer guten Tat erwirbt, werden Wir ihm durch sie einen Zuwachs an Gutem gewähren: und, wahrlic= h, Gott ist Vielvergebend, stets Dankbarkeit Erwidernd.<= /b>

 

*Wörtl., "Liebe für jene, die nahe sind= (al-qurba)". Dazu ist zu sagen:

Einige Kommentatoren glauben, damit wären = jene gemeint, die "mir nahe sind", d.h. Muhammads Verwandte: do= ch ganz abgesehen davon, dass solch "persönlicher Anspruch" vorheriger Versicherung widerspräche, "keinen Lohn erwarte ich von euch", weist das absichtliche Fehlen jedes persönlichen Fürwortes in Bezug auf den Begriff al-qurba darauf hin, dass hier keine Grenzen durch persönliche Verwandtschaft gesetzt sind, sondern vielmehr die allgemeine Verwandtschaft ange­sproc= hen wird, welche alle Men­schen miteinander verbindet: nämlich = die Kameradschaft aller Menschen – eine Vorstel­lung, welche die grundsätzliche ethische Forderung aufstellt, füreinander für materielles und spirituelles Wohlergehen zu sorgen.

 

Ein Hadith, ein Ausspruch des Propheten dazu:

"Wahrhaft gläubig ist erst der, welcher für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünsc= ht."

 

Nach weiteren Überlieferung und d= er Gelehrteninterpretation fallen alle Wohltaten, selbst gegenüber Tieren oder der sonst einem Teil der Schöpfung  unter jene guten Taten, unter jenen Liebesdienst, welcher Gott als = "der Liebende an Sich" – mit Seiner Liebe vergilt.=

 

Vom Muslim wird allerdings nicht verlangt seine Feinde zu lieben – ohnehin ein Unterfangen, welchem ja – von individuellen Ausnahmen abgesehen – bislang historisch und global kein Erfolg beschieden ist – au= ch wird von ihm nicht verlangt, seine Feinde grenzenlos zu hassen – sond= ern vielmehr die Gerechtigkeit und die Barmherzigkeit, zur Grundlage seines Verhaltens ihnen gegenüber zu machen.

 

O ihr, die ihr glaubt! Setzt euch für Allah ei= n und seid Zeugen der Gerechtigkeit. Und der Hass gegen eine Gruppe soll euch nic= ht (dazu) verleiten, anders als gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist der Gottesfurcht [Frömmigkeit] näher. Und fürchtet Allah; wahrli= ch, Allah ist eures Tuns kundig. [5:8]

 

Abschließend lassen Sie mich sagen – dass für Muslime klar ist, dass ohne die Erfüllung des Ihnen ja wohlbekannten ersten Gebots – Gott mit aller Kraft zu lieben, es nicht möglich ist, den Nächsten gottgefällig zu lieben und d= ass all solch vorgebliche Liebesbemühung nur in selbstgefälligem, überheblichem und heuchlerisch empfundenem Tun enden, welche von Isa (= a.s.) Jesus, dem Messias so wohl beschrieben wurde:

 Wer in eingebildeter Nächstenl= iebe den bewussten oder unbewussten Auftrag meint ausführen zu müssen,= den "Splitter aus dem Auge seines Nächsten" zu entfernen, ohne Rücksicht auf den" Balken im eigenen Auge" und in Unkenntnis des "Bretts vor = dem eigenen Kopf" – der mag sich lange wundern, dass dieses Konz= ept der Nächstenliebe nicht auf Gegenliebe trifft, sondern schroff zurückgewiesen werden wird.

 

Das Wesen = der Liebe liegt wohl in der Selbstlosigkeit

In der Lie= be NUR finden die Individuen in ihrer Getrenntheit zur EINHEIT!

 

In der Publikumsdiskussion wurde noch= die Schwierigkeit begründet, den Menschen an sich zu lieben, wenn er/sie d= och so wäre, wie Gott meint, dass er sei – und daher der Mensch nur zu lieben ist, wenn man dies um "Gottes Willen" tut.<= /p>

 

Was ist der MENSCH? http://www.islamheute.c= h/menschtechnik.htm

 

Obwohl mit klarem Vers= tand ausgezeichnet,  weigert sich d= er Mensch hartnäckig, seinen Verstand konsequent zu gebrauchen. So täuscht der Mensch sich gerne selbst und die Menschen einander. In überheblicher, spöttischer und prahlerischer Selbstüberschätzung sieht der Mensch gering an, was vor Gott "groß" ist, heißt dumm, was doch gottwohlgefällig ist. Daher wuchert in ihm der Wunsch nach Unsterblichkeit und Selbstvergöttlichung - Selbstvergötzung, anstatt seine Fähigkeit zur Selbst- und Gotteserkenntnis zu nutzen.

Nicht einmal "Kro= ne der Schöpfung" darf er sich nicht nennen. Denn:

 

"Wahrlich, die Schöpfung der Himmel und der Erde ist größer als die Schöpfung der Menschen; allein die meisten der Menschen wissen es nich= t. [40:57]"

 

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Was habe ich als Muslim aus der Veranstaltung ge= lernt?

 

Auf einer Seite steht das "Recht= " – auch das Recht zu urteilen und zu strafen, ja zu hassen!=

Auf der anderen Seite steht die "= ; Liebe", ja die Pflicht, nicht zu urteilen, ja den Feind gar zu lieben!

 

Vom Recht, vom gleichen Recht für alle, von GLEICHBERECHTIGUNG nicht nur wohlklingend zu reden oder hochintellektuell zu disputieren, sondern diese wahrhaftig umsetzend zu leben, bedeutet, sich FREIWILLIG dem Zwang zu UNTERWERFEN, anzuerkennen, dass das, was man selbst als rechtens empfindet, vom ANDEREN – ebenfalls zurecht (g= ibt es doch unterschiedliches RECHTSVE= RSTÄNDNIS) - als UNRECHT wahrgenommen werden kann  – und dass das, was man selbs= t als unrecht empfindet, vom Anderen als rechtmäßig erachtet werden ka= nn und darf!

 

Solange man sich nicht dieser groß= ;en Mühe, sozusagen einer "Me= tamorphose der  eigenen und der Fremdwahrnehmung" unterzieht, ist man weder ausreichend gerüstet noch gewappnet, sich dem "Projekt wahrhaftiger Gleichberechtigung zwischen den Menschen" siegreich a= uszusetzen und wird – anstatt sich im lebendigen Kampf um die SOUVERÄNITÄT Gottes,=   in Hingabe (das= heißt: "in Liebe&qu= ot;) zum höchsten Souverän (d= as ERSTE GEBOT) zu positionieren -= sich in den "heiligen" (um nicht zu sagen "scheinheiligen") Elfenbeinturm eigener, subjektiver Empfindlichkeit, Befindlichkeit und Einbildung zurückziehen.

 

Womit der Motivation zu interreligiö= ;sem DIALOG (das Verlangen nach FRIEDEN –= in Frieden gelassen zu werden) und TUN (sich am Wettkampf um das Gute, resp.= das Bessere zu beteiligen) die Basis entzogen wird.

 

 

Für die einen scheint die Streng= e des Gesetzes, das Recht im Zentrum der Beachtung zu stehen – für and= ere die Liebe, ja sogar die Feindesliebe?

Für Muslime, welche angehalten sind, den Weg der Mitte zu finden und zu gehen, stehen beide Optionen in Freiheit offen. Nämlich einerseits, Gleiches = mit Besserem (Option der Liebe) oder eben mit Gleichem (Option zum Recht) zu vergelten.<= /p>

 

 

Ein alter Mann s= prach's aus und nur ein jüngerer nahm es auf:

Wenn NÄCHSTENLIEBE heißt= , "den anderen so zu behandeln, wie= man selbst behandelt werden will" – so heißt der Umkehrschluss, wenn wir – der Gerechtigkeit und Brüderlichkeit halber davon ausgehen (sollen), dass wir doch (ALLE) so ziemlich das Gleich= e (Gut(e)) wollen, es dann wohl bedeutet, dass "ICH" erst dann in Nächstenliebe behandelt werde, wenn ich so behande= lt werde, wie "ICH" es will – nein?

Wenn man aber davon ausgeht, wie uns so manch einer glauben machen will, dass wi= r so grundverschieden sind, dass wir nic= ht das Gleiche wollen, was für ei= ne Nächstenliebe ist das dann, wenn ich so behandelt werde, wie "ich" es nicht will, = sondern wie es der mich (von mir so "g= rundverschiedene") Nächsten-Liebende will?- Nein?

Muslime tradieren eine etwas andere Version:

Sie sagen, ohne das Wort Liebe dabei zu strapazieren:

"Wahrhaft gläubig ist erst der, welcher für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünsc= ht."

Diese Ansicht erlaubt eine etwas zurückhaltendere, tätige Ausübung des Nächsten Liebe.

 

Und – der Muslim hat den Verdacht, dass es sich hier um eine Übersetzungsungenauigkeit handelt (siehe auch das nächste Beispie= l).

Vielleicht sollte es nicht heißen, "den anderen WIE sich selbst behandeln"= ;, sondern "ALS" sich se= lbst, will heißen, ANSTELLE= der eigenen Person zu setzen – wobei wir bei unseren Interpretation wären: das "Wesen der Li= ebe ist die SELBSTLOSIGKEIT"  3DWinken

Jedenfalls sch= eint es hier noch einigen Erklärungs-, Verständnis- und Interpretationsbedarf zu geben.

 

 

Nicht jedes Zitat ist gleich zu verst= ehen.

Augustinus wurde zitiert:<= /b>

"Liebe und mache was du willst&q= uot;.

Der Muslim wies solch christliche Auffassung der Liebe "dankend" zur&= uuml;ck mit der Begründung, dass diese Auffassung der WILLKÜR Tür und Tor öffne. Wobei wir wieder bei = der WICHTIGKEIT der WORTbedeutung angelangt wä= ren … "mach was du willst …"  3DGeschockt 

Leider kam die Korrektur dieses Zitats aus dem Publikum erst nach Ende der Veranstaltung – also LEUTE wir lernen: sich gleich zu melden, sich ni= cht zu SCHEUEN – zum Nutzen ALLER, Dinge gleich kurz und bündig rich= tig zu stellen.

"LIEBE und DANN (lat.= tum) TUE, was Du willst"

Diesem Zitat wäre der Muslim gerne zur Betrachtung näher getreten. K&oum= l;nnte man doch interpretieren: LIEBE (zuerst GOT= T) und DANN tue (am Menschen) WAS Du (davon) (ver)magst.  Ja – ob die lateinische Sprache diese Interpretation zulässt – oder Augustinus gar dahinter gestanden wäre? Das bleibt einstweilen no= ch die Frage.

 

Und - auch: selbst in der (jüdischen, rabbinis= chen) Gelehrsamkeit ist man sich nicht einig!

Wenn zwei in d= er Wüste sind, und das Wasser nur für das Überleben des einen reicht –

was ist zu tun= ?

a.)    auf sich selbst zu schauen oder

b.)   beide trinken = und … sterben?

 

Wir (meine Nächste(n) und ich) möchten sagen:
"Beide trinken und VERTRAUEN = auf GOTT".

 

 

Juden und Christen scheinen einig in = der Auffassung: Die Liebe zum Nächsten Menschen sei vorgeschrieben, da der Mensch Gott-ähnlich geschaffen sei und den Menschen, den Nächsten nicht zu lieben bedeute daher, quasi "Gott zu schmähen".  

Muslime können sich dieser Auffassung ganz und gar nicht anschließen, de= nn ihrer Auffassung nach ist der Mensch ganz und gar nicht "gott-ähnlich" und schon gar nicht "gott-gleich".

Muslime verstehen das Wort, wenn schon:

"Gott hat den Menschen nach seinem Bilde geschaffen= " als

"Gott hat den Menschen nach Seinem "geistigen" Bilde (nach Seiner willentlichen,  Vorstellung, nach Seinem Beschluss) geschaffen.

 

 

Juden und Muslime scheinen einig in d= er Auffassung, dass es doch möglich sei, Liebe "vertraglich" zuzusichern und zu vereinbaren.

   Gelobt man doch auch im Ehe-<= u>VERTRAG einander die Liebe.

Und dieser Vertrag in Liebe geschlossen, bedeutet nicht, die Bedürfnisse d= es ANDERN vor den eigenen zu befriedigen? Wobei wir erneut bei unserer Interpretation wären:

 

des Anderen Wohl, anstelle das eig= ene zu setzen? und

das  "Wesen der Liebe ist die SELBSTLOSIGKEIT"  3DWinken

 

Und wie nennt = man jene Menschen, welcher ihr SELBST am "Altar der Göttlichkeit"= ; zu opfern  bereit sind und waren?

ABRAHAMITEN?

 

Hanel, 29.5.2011

 

 

 



 



<= ![if !supportFootnotes]>[1] Auch wenn der Ausdruck alladhina amanu (wörtl., "jene, welche zum Glauben gelangt sind") im Imperfekt steht, zeig= en die Worte min = ba'd ("nachher" oder "von jetzt an") in Hinblick auf die Zei= t, in welcher der Vers offenbart wurde, das Futur an; daher muss der ganze Sat= z, der mit alladh= ina amanu beginnt, als auf die Zukunft verweisend verstanden werden (Manar X, 134f.; siehe auch = Razis Kommentar zu diesem Vers).

 

<= ![if !supportFootnotes]>[2] D.h., auch sie sollen zur Bruderschaft des Islams gehören= , in welcher der gemeinsame Glaube das maßgebliche Band zwischen Gläubigem und Gläubigem darstellt.

 

[3] Die klassischen Kommentatoren sind der Meinung, dass der letzte Ausdruck sich auf tatsächliche familiäre Blutsbande bezieht, im Gegensatz zur spirituellen Bruderschaft, die auf der Gemeinschaft im Glauben gründet. Gemäß diesen Kommentatoren beendete obiger Satz di= e Gepflogenheit unter den frühen Muslimen, dass die ansar ("die Helfer&quo= t; – d.h., die neu in den Islam eingetretenen Muslime von Medina) individuelle, symbolische Bande der Bruderschaft mit den muhajirun ("den Emigranten") hatten, die fast ohne Ausnahme völlig mittellos in Medina eingetroffen waren: Bande einer Bruderschaft, die jedem muhajir einen bestimmten Anteil am Vermögen seines "Bruders" unter d= en ansar zu&= shy;sprach, und im Falle dessen Todes, einen Anteil an dessen Erbschaft. Es wird gesagt, dass obiger Vers solche Übereinkünfte verbot und festlegte, dass = nur mehr wirkliche Blutsverwandte einen Anspruch auf Erbschaft haben. Meiner Meinung nach ist diese Interpretation nicht überzeugend. Auch wenn der Ausdruck ulu 'l-arham<= /i> vom Wort rahim= abgeleitet ist (auch rihm oder rahim= geschrieben), welches "Gebärmutter" bedeutet, sollte nicht vergessen werden, dass es auch als Umschreibung ganz allgemein für "Ver­wandtschaf= t", "Blutsverwandtschaft" oder "sehr enge Verwandtschaft" (nicht nur für Blutverwandtschaft) gebraucht wird. Somit bedeutet ulu 'l-arham<= /i> in der klassischen Sprache jede Beziehung: und juristisch jede Beziehung, aus welcher sich kein Anspruch [von= dem Teil der Erbschaft, welcher fara'id genannt wird] ableitet (Lane III, 1056, wo unter anderen Quellen, Taj al-'Arus<= /i> zitiert wird). In vorliegendem Fall kommt der Verweis auf "nahe Verwandtschaft" am Ende eines Abschnitts, der auf das Gebot fokus­= siert, dass die Gläubigen "einander Freund und Beschützer (awliya)&q= uot; sein sollen, und dass alle Gläubigen als gleichberechtigte Mitlieder der islamischen Bruderschaft zu erachten si= nd. Wenn der Verweis auf "enge Verwandtschaft" wörtlich und in B= ezug auf Erbschafts­gesetze hätte verstanden werden sollen, stünde dies mit dem Rest des Abschnitts nicht besonders= in Einklang, welcher die Bande des Glaubens unter den wahrhaft Gläubigen,= wie auch die sich daraus ergebenden moralischen Verpflichtungen hervorhebt.

Daher hat meiner Mei= nung nach obiger Vers keinen Bezug auf Erbschaftsgesetze, son­dern stellt sozusagen die Lektion aus den vorherigen Versen dar: Alle wahrhaft Gläubigen aller Zeiten formen eine einzige Gemeinschaft im tiefsten Si= nne dieses Wortes; und alle, die spirituell derart eng miteinander verbunden si= nd, haben gemäß dem Beschluss Gottes den höchsten Anspruch aufe= inander insofern, als dass "alle Gläubigen Brüder sind" (49:10)= .

 

[4] Es kommt dem Propheten und den Gläubigen nicht = zu, für die Götzendiener um Verzeihung zu flehen, und wären es selbst ihre nächsten Verwandten, nachdem ihnen deutlich geworden ist, = dass jene Bewohner der Dschahim sind. [9:113]

Jene, die= sie anrufen, suchen selbst die Nähe ihres Herrn - (und wetteifern untereinander,) wer von ihnen (Ihm) am nächsten sei - und hoffen auf S= ein Erbarmen und fürchten Seine Strafe. Wahrlich, die Strafe deines Herrn = ist zu fürchten. [17:57]

Und warne= deine nächsten Verwandten [26:214]

Könn= test du nur sehen, wenn sie mit Furcht geschlagen sein werden! Dann wird es (für sie) kein Entrinnen geben; denn sie werden aus nächster Nähe erfasst werden. [34:51]

 

[8] Eine umfangreiche Zusammenste= llung findet sich unter http://www.gsiw.c= h/LIEB.htm

 

[9] Wörtl., "w= er auch immer unter euch seinen Glauben aufgibt" - d.h., deshalb, weil er sein Vertrauen in Nichtmuslime setzt, die dem Islam feindlich gesinnt sind und d= ie er zu seinen "Verbündeten" und spirituellen Beratern gemacht hat.

 

[10]<= /span> Oder: "Seinen Befehl [zur Erfüllung] bringt". Dies kann eine Anspielung auf den Tag des Gerichts sein oder- wahrscheinlicher – auf den unvermeidlichen Nieder= gang von Ge­mein­schaften, die kurzfristiges Eigeninteresse über sittliche Werte stellen. Im Beson­deren weist dieser Absatz die Neigung zurück, Verwandtschaftsbande und nationale Zuge­hör­igkeit (im Begriff "euer Klan" zum Ausdruck gebracht) als entscheidende Faktoren im Gemeinschaftsverhalten gelten zu lassen und lässt die Überzeugung ("für Gott und Sei­nen Gesandten und die Bemühung in Seiner Sache") als einzig gültige Grund­lage gelten, auf welcher das Leben eines Gläubigen – individuell und gesell­schaftlich – zu ruhen hat.

 

[11]<= /span> D.h., einschließlich der Offenbarung der Bibel.

[12]<= /span> Heißt "lieben" denn nicht, den ander= en "in FRIEDEN zu lassen"= ;?

 

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